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2010 - Wagrain
Geschrieben von: Harry Wijnvoord   

Gruppenfoto Wagrain

Zielort: Wagrain (Salzburger Land)

Jahr: 2010

Lagerdauer: 2 Wochen

Anzahl der Teilnehmer: 44

Betreuer: Axel, Dominik, Gina, Katja, Alex, Christoph, Lisa, Malte, Steffi, Andre, Mike, Kai, Eileen, Daniel

 

Teilnehmer: Yvonne, Michelle, Lena, Torben, Markus, Robin, Kai, Jonas, Pascal, Nele, Nick, Moritz, Jan, Tim, Anna, Marie, Laura, Nadine, Lina, Fabi, Greta, Ina, Tanja, Annkatrin, Amadeus, Maria Jade, Celina, Max G, Antonia, Laurin, Niklas, Max H, Fabio, Leon F, Leon K, Luis, Hendy, Dominik, Philipp C, Philipp G, Johannes, Marvin "Mäv" N, Marvin "Möv" S

 

 

Bericht über die Ferienfahrt im Martinus-Boten:

Berge, Blogs und Beachvolleyball

 

„An dem Forstweg sind wir falsch abgebogen.“ „Der steht doch gar nicht in der Karte drin.“ „Doch, aber wir sind nicht dort langgelaufen, sondern hier entlang.“ Verlaufen – und das Ziel, den Gipfel des Gründeggs, aus den Augen verloren. Es gibt zwei Alternativen: Umkehren oder dem Bach folgen, der am Ende des Weges weiter nach oben führt. Die Gruppe entscheidet sich für den Weitermarsch – und wird belohnt: Nach einer halben Stunde ist zwar nicht der Gipfel erreicht, aber in der Abendsonne weitet sich eine Almwiese mit einem grandiosen Blick auf die Berge der anderen Talseite. „Voll episch“, entlockt es da dem einen oder anderen jugendlichen Wanderer.

Eine zweitägige Alm-Tour auf die Gipfel des Salzburger Landes mit Übernachtung in einer Hütte mit Matratzenlager und Wassertrog war einer der Programmpunkte auf der diesjährigen Ferienfahrt der KjG nach Österreich. Einzige Nachbarn in der Hütte waren die Kühe im Stall eine Etage tiefer. Die TeilnehmerInnen der Wanderung mussten die Essensversorgung, den Weg und die Programmplanung selber übernehmen. Dass der falsche Weg zwar nicht zum Ziel, aber dennoch zu tollen Erlebnissen führt, war eine Erkenntnis  aus der Berg-Wanderung. Am nächsten Tag konnten dann auch alle geplanten Berggipfel und die Heimat planmäßig erreicht werden.

Das Programm für die 44 Mädchen und Jungen wurde dieses Jahr nach Alter zweigeteilt, schließlich war der jüngste Teilnehmer sieben und der älteste 16 Jahre alt. Während die Älteren also beispielsweise auf die Alm wanderten, verbrachten die Jüngeren ihre Zeit mit sportlichen Aktivitäten, Kreisspielen oder den Arbeitsgemeinschaften. Hier standen mehrfach Kochen, Basteln, Tischtennis, Phase-10 oder Volleyball zur Auswahl. Außerdem wurde auf der Ferienfreizeit für alle Interessierten in der Heimat ein Internet-Blog eingerichtet, der von TeilnehmerInnen und Leitern mit Fotos und Berichten gefüllt wurde. Bei der Gummihuhn-Olympiade musste das Spielobjekt „Gummihuhn“ von den teilnehmenden Gruppen in verschiedenen Disziplinen (Gummihuhn-Golf, Brennhuhn und Zehnerhuhn) am besten gehandhabt werden. Hier trumpfte unser jüngster Teilnehmer am größten auf. Alle Teilnehmer traten bei „Schlag den Alex“ gegen unseren besten Leiter an, um ihn im Eier-Steifschlagen, Teebeutelweitwurf, Sackhüpfen oder Promi-Raten zu „schlagen“, was leider nicht gelang.

Das Abendprogramm bestand aus den altbewährten Programmpunkten Herzblatt, dem Casinoabend oder Partys. Für verschiedene europäische Länder traten unsere TeilnehmerInnen beim „Grand Prix“ an – und am Ende gewann nicht Deutschland mit Lena, sondern ??? mit einem äußerst emotionalen und gefühlvollen Auftritt. Auch „Ruck-Zuck“, „die perfekte Minute“ und „mein Mann kann“ hatte ihren Weg aus dem deutschen Fernsehen in unser Haus am Rande von Wagrain gefunden.

Außerhalb des Programms verbrachten die TeilnehmerInnen ihre Zeit vor allem auf dem hauseigenen Beachvolleyball-Platz oder an der Tischtennisplatte; außerdem konnte man unserem Lagerradio lauschen oder am Lagerkiosk einkaufen. Nicht zu vergessen: der tägliche Zimmer-, Klo- und Küchendienst, der eine Ferienfahrt erst zur richtigen Ferienfahrt macht. Schon vor zehn Jahren in Lech durften wir Bekanntschaft mit dem ausgeprägten Mülltrennungssystem der Österreicher machen, das uns auch diesen Sommer wieder viel Spaß bescherte. Ebenfalls typisch für Österreich: An jeder Ecke stehen Kühe. Alle Versuche, diese nachts umzuschubsen, schlugen leider fehl. Aber Alternativen gibt es genug, unserem Lagerlied nach sollte man am besten das Pferd nutzen, denn: „Get on my horse, my horse is amazing.“ (Achtung: Schwere Ohrwurmgefahr.)

Zwei Dinge beschäftigten uns dieser Jahr außerdem noch: Zum einen die Frage, wieso es die (schon im letzten Ferienfahrtsbericht erwähnte) Stulle immer noch gibt und wie man es schafft, „aus Versehen“ beim Kartenspielen Herpes zu bekommen.

Trotz dieser Fragen ging eine rundum tolle und erlebnisreiche Ferienfahrt viel zu schnell zu Ende. Sogar die Rückfahrt dauerte trotz Ferienende viel kürzer als erwartet, sodass schon nach acht Stunden Fahrt alle Mädchen und Jungen am Uedesheimer Pfarrheim ihre Eltern wieder in die Arme schließen konnten. Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Geht es nächstes Jahr nach „A-a-a-serbaidschan“?

 

Eine deutsch-kanadisch-ukrainische Co-Produktion von Hendrik Schiermeyer, Max Heisterkamp & Kai Regener


 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. November 2010 um 14:16 Uhr
 
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